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Speicherriese

Komprimierung ohne hörbare Klangeinbußen
macht MP3 interessant fürs Auto.

Das Dateiformat MP3, das derzeit in Autoradios einen rasanten Siegeszug als Datenspeicher hinlegt, ist vielen aus dem Internet bekannt als Synonym für illegale Tauschbörsen. Denn erst MP3 hat es möglich gemacht, Tondateien so stark einzudampfen, dass sie sich über das Internet problemlos verschicken lassen. MP3, eigentlich "MPEG Layer 3" ist ein Verfahren, welches Video- und Soundfiles extrem stark komprimiert, ohne dass es jedoch zu starken Qualitätseinbußen kommt.

MPEG Layer 3 wurde ursprünglich vom Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen 1987 erfunden und stellte damals einen revolutionären Komprimierungsalgorithmus dar. Eine MP3-Datei ist bis zu zwölfmal kleiner als ein gewöhnliches WAV-Audio-File: Während ein Vier-Minuten-Song im WAV-Format etwa 40 Megabyte (MB) verschlingt, beansprucht ein MP3-Format nur rund vier MB auf der Festplatte. Dennoch ist die Tonqualität dieses Formates vielen anderen überlegen, wenn es auch nicht ganz CD-Qualität erreicht.

Die Komprimierung erfolgt durch einen MP3-Encoder, der alle Töne mit Frequenzen von 16 bis 20 Kilohertz "abschneidet". Diese Frequenzen können vom menschlichen Ohr sowieso nicht wahrgenommen werden. Zudem werden alle Töne, die zu leise für das menschliche Ohr sind oder die von anderen Tönen überlagert werden, unterdrückt.

Für Klangpuristen ist der Einsatz, vor allem in der heimischen HiFi-Anlage, natürlich ein Unding. Unterwegs im Auto oder beim Joggen fallen die Klangverluste jedoch wegen der sowieso bestehenden Geräuschkulisse überhaupt nicht ins Gewicht. Kein Wunder, dass auch bei mobilen Abspielgeräten MP3-Player wie der iPod von Computerhersteller Apple, der ein Speichervolumen von 15 bis 40 Gigabyte bietet, derzeit die absoluten Verkaufsrenner sind. Trotz der beachtlichen Preise (je nach Plattengröße 350 bis 550 Euro) avancierte der iPod zum Kultobjekt. Auf das größte Gerät passen bis zu 10000 Titel.

Darauf reagiert auch die Autoindustrie: Smart liefert den iPod im Sondermodell i-move gleich mit, BMW stattet alle Fahrzeuge der neuen 1er Reihe, die vom Kunden mit Radio bestellt werden, mit einem Aux-Eingang aus. An dieser Buchse lässt sich auf der Mittelkonsole problemlos ein Player als Zuspieler an die Radioanlage anschließen. Damit, so der Hersteller, reagiere man auf die Bedürfnisse vor allem der jüngeren Klientel.

Klaus Justen

Stand: Frühjahr 2005

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