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Mehr Auto fürs Geld

Immer dann, wenn der Neuwagenverkauf nur schleppend
läuft, setzen Hersteller und Händler Sondermodelle ein,
um Kunden zu ködern. Mehr Auto fürs Geld, heißt die
Devise. Für den Käufer kann das ein lohnendes Geschäft sein.


Klimaanlage, Metallic-Lack und ein paar chice Alu-Räder: Fertig ist das Sondermodell. Die Autohersteller setzen solche Ausstattungspakete ein, um den Absatz ihrer Autos anzukurbeln. Für einen Aufpreis von ein paar hundert Euro erhält der Käufer nicht selten einen Gegenwert in Höhe von mehreren tausend Euro. Viele Hersteller senken auf diese Art aber auch schlicht und einfach die Preise: Zum alten Listenpreis gibt es auf einmal deutlich mehr Ausstattung.

Eine Flut an Sondermodellen überschwemmt seit Sommer vergangenen Jahres den Markt. Im Spätherbst summierte sich ihre Zahl auf 140 Modelle - ein Mittel in der Rabattschlacht, die in den deutschen Autohäusern tobte und immer noch tobt. Angesichts der vielen Neuvorstellungen in diesem Jahr werben die Händler und Hersteller mit aller Macht um Neuwagenkäufer und versuchen, die seit Jahren eher bescheidenen Verkaufszahlen aufzupolieren.

Die Sondermodelle sind dabei mehr oder weniger immer nach den gleichen Mustern gestrickt: Es gibt mehr Ausstattung für einen geringen oder gar keinen Aufpreis, zum Teil können die Extras auch als frei wählbares Ausstattungspaket (etwa bei Opel) bestellt werden. Der Preisvorteil beläuft sich schnell auf ein- bis zweitausend Euro, in Einzelfällen wie beim Geländewagenhersteller Land Rover wurden Ende 2004 bis zu 8000 Euro erzielt.

Für den Autokäufer lohnt sich ein Sondermodell dann, wenn er die im Ausstattungspaket angebotenen Extras sowieso geordert hätte. Dann spart er mit dem Sondermodell auch tatsächlich Geld. Lässt er sich durch zusätzliche Extras und das "Billiger"-Versprechen jedoch dazu verlocken, "mehr Auto" zu kaufen als usprünglich geplant, haben die Marketingstrategen des Herstellers das Spiel gewonnen. Es gilt also, mit spitzem Bleistift nachzurechnen, wie lukrativ das Angebot tatsächlich ist. Dabei helfen übrigens auch die Konfiguratoren, die fast alle Autohersteller auf ihren Internetseiten haben, um sich das Auto seiner Wahl zusammenzustellen.

Prinzipiell sollten sich Käufer auch bei einem Sondermodell nicht davon abhalten lassen, um einen Preisnachlass zu verhandeln, auch wenn der Verkäufer meist das Argument anführen wird, der Kunde erhalte ja schon durch die zusätzliche Ausstattung einen hübschen Mehrwert. Das gilt vor allem dann, wenn das (besser ausgestattete) Sondermodell zum Listenpreis des ursprünglichen Basismodells angeboten wird.

Wer die Extras eigentlich gar nicht will, fährt dann mit Basismodell und hohem Rabatt günstiger als mit Sondermodell und Mini- oder Null-Preisnachlass.

Klaus Justen

Foto: ADAC

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