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Wer einmal erlebt hat, wie sich über die Frage "An der nächsten Ampel rechts oder geradeaus?" zuerst hitzige Diskussionen entzündeten und anschließend die Atmosphäre zwischen Fahrer und Beifahrer in gefühlte Minusgrade abstürzte, wünscht sich für die nächste Fahrt einen neutralen Lotsen: ein Navigationsgerät.

Navigationssysteme im Auto ein Luxus? Diese Zeiten sind vorbei: "Die Navigation entwickelt sich vom Premium-Produkt zum Massenmarkt-Artikel", sagt etwa Blaupunkt-Chef Wolf-Henning Scheider. Auch Hans-Joachim Kamp, Vorsitzender des Fachverbands Consumer Electronics im Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI), stellt mit Blick auf die Verkauszahlen fest: "Auf Navigationsgeräte als digitale Pfadfinder möchten immer mehr Bundesbürger nicht mehr verzichten." Dabei gehe der Trend zu mobilen Lösungen. So wurden im vergangenen Jahr 480.000 mobile Systeme verkauft, außerdem 190.000 Navis nachträglich in Autos fest installiert.

Ein Trend: Die Geräte bieten zusätzliche Reiseführerinformationen, und sie verwerten TMC-Daten. Das sind Verkehrsinformationen, die über den so genannten Traffic Message Channel unhörbar mit dem Radioprogramm ausgestrahlt werden; die Navigationssoftware berücksichtigt sie bei der Berechnung der Fahrtroute.

VDO Dayton, einer der großen Anbieter für festinstallierte Navi-Systeme, zeigte auf der CeBIT mit den Modellen MS 2100 und MS 2000 erstmals mobile Anwendungen. Das knapp 700 Euro teure MS 2100 beherrscht dabei den TMC-Modus, das rund 100 Euro billigere Gerät nicht. Bedient werden die Geräte über den dreieinhalb Zoll großen, berührungsempfindlichen Bildschirm oder über eine optionale Fernbedienung, die am Lenkrad befestigt wird. Ausliefern will VDO Dayton seine neuen mobilen Navisysteme prinzipiell mit Kartendaten für das Straßennetz ganz Westeuropas. Über einen Steckplatz für SD-Speicherkarten können weitere Kartendaten in das Gerät geladen werden, aber auch Musikdateien (MP3) oder Fotos. Die Sprachausgabe erfolgt über einen integrierten Lautsprecher, zudem bietet ein Audioausgang Anschluss an die Hifi-Anlage.

Hilfe in fast allen Lebenslagen will Garmin seinen Kunden mit dem neuen Garmin nüvi bieten und nennt ihn Personal Travel Assistant. „Der Reisende hat mit einem Gerät ein vollwertiges Navigationssystem, einen Marco-Polo-Reiseführer und ein Wörterbuch mit Redewendungen in neun Sprachen", sagt Susanne Crefeld, die deutsche Vertriebschefin. Das knapp 150 Gramm schwere Gerät mit dreieinhalb Zoll großem Monitor bietet neben der Routenführung auch Zugriff auf einen elektronischen Reiseführer, dazu können Wörterbücher geladen werden, wichtige Redewendungen liest der Reisehelfer gleich vor.

Eine ganze Serie von Navigations-Assistenten präsentiert Falk Marco Polo Interactive. Die N-Serie besteht aus vier verschiedenen Modellen, die sich im Ausstattungsumfang unterscheiden: Für 300 Euro hat das Falk N30 die Deutschlandkarte im Speicher, in der 50 Euro teureren Version N40 ist außerdem die aktive Routenführung mit TMC an Bord. Das 400 Euro teure Falk N80 führt in Deutschland, Österreich und der Schweiz hausnummerngenau ans Ziel und bietet für die anderen Länder Westeuropas die wichtigsten Hauptstraßen, während das Topmodell N120 für 450 Euro hausnummerngenaue Karten ganz Westeuropas sowie einen größeren eingebauten Speicher hat. Beide Spitzenmodelle verfügen über TMC. Für die komplette Serie gilt: Zusätzlich zur Navigation kann der Besitzer auf Reiseführerinformationen der Marco-Polo-Reihe zurückgreifen.

Mit dem neuen Nav100 steigt auch Delphi Grundig in das Geschäft mit der mobilen Navigation ein. Für rund 500 Euro erhält der Kunde die Straßen seines Heimatlands und der Grenzregionen vorinstalliert auf einer 512 Megabyte fassenden Speicherkarte, die Straßendaten von 20 europäischen Ländern werden zudem auf CD mitgeliefert und können via Karte ins System geladen werden, wenn es auf Urlaubsreise geht. Über einen USB-Anschluss ist es möglich, Adressdaten aus dem PC-Programm Outlook ins Gerät zu überspielen; diese können dann einfach als Reiseziel übernommen werden und müssen nicht eingetippt werden. Die Bedienung erfolgt über den 3,5-Zoll-Touchscreen; das Gerät enthält auch einen integrierten MP3-Player.

Wie sich Navigation im Auto unterbringen lässt und gleichzeitig der Monitor ergonomisch günstig platziert werden kann, zeigt Paragon Fidelity in Zusammenarbeit mit Spiegelhersteller Magna Donnelly: Elektronik und Antennen werden im Gehäuse des Innenspiegels untergebracht, als Display dient eine Ecke der Spiegelfläche. Noch nicht in Serie, aber das heißt nichts beim Innovationstempo der Elektronikbranche.

Autor: Klaus Justen

Stand: März 2006

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